Sie befinden sich hier: Home / Blog / Immobilien / Wie viel Geld sollte man fürs Eigenheim zurücklegen?

Wie viel Geld sollte man fürs Eigenheim zurücklegen?

rücklagen eigenheim

Wer ein Haus oder eine Wohnung besitzt, kennt die laufenden Kosten: Strom, Heizung, Grundsteuer. Was viele jedoch unterschätzen, sind die unregelmäßigen, oft hohen Kosten für Reparaturen und Modernisierungen. Fehlen dafür die Rücklagen, bleibt häufig nur eine Lösung: ein Kredit.

In diesem Beitrag erfahren Sie deshalb:

  • wie hoch Ihre Rücklagen realistisch sein sollten,
  • welche Kosten typischerweise anfallen,
  • welche Finanzierungsoptionen es gibt, wenn das Geld nicht reicht,
  • und wie Sie teure Notfallkredite vermeiden.

Warum Rücklagen für Eigentümer so wichtig sind

Anders als Mieter tragen Eigentümer alle Kosten selbst, zum Beispiel für:

  • neue Heizungen
  • Dachreparaturen
  • Wasserschäden
  • neue Fenster
  • Fassadenarbeiten

Solche Ausgaben kommen oft plötzlich und liegen schnell bei mehreren tausend Euro. Ohne Rücklagen bedeutet das meist: Eine Finanzierung per Ratenkredit oder eine Aufstockung des Immobilienkredits. Wer dies vermeiden will, sollte regelmäßig Geld zurücklegen. 

Wie hoch sollten die Rücklagen sein?

Es gibt zwei bewährte Richtwerte:

  1. Nach Wohnfläche: 1 bis 2 Euro pro Quadratmeter und Monat

Beispiel: 120 m² Haus → 120 bis 240 € pro Monat → 1.440 bis 2.880 € pro Jahr

  1. Nach Immobilienwert: 1 bis 1,5 % des Immobilienwerts pro Jahr

Beispiel: Hauswert 350.000 € → 3.500 bis 5.250 € jährlich

Welche Kosten typischerweise anfallen

Viele Eigentümer rechnen nur mit kleinen Reparaturen – die Realität sieht oft anders aus:

Maßnahme Typische Kosten
Neue Heizung 8.000 – 20.000 €
Dachsanierung 10.000 – 30.000 €
Fenster erneuern 5.000 – 15.000 €
Bad modernisieren 6.000 – 15.000 €
Wärmedämmung 10.000 – 25.000 €

Solche Summen lassen sich selten „mal eben“ aus dem Monatsbudget zahlen.

Typische Kostenfallen für Eigentümer

Viele Finanzierungsprobleme entstehen durch diese Fehler:

  • Rücklagen werden zu niedrig angesetzt
  • Geld wird für Konsum ausgegeben statt für Instandhaltung
  • Alte Bauteile (Heizung, Dach) werden zu spät eingeplant
  • Förderungen werden nicht genutzt
  • Reparaturen werden aufgeschoben und werden somit mit der Zeit teurer

Wenn die Rücklagen nicht reichen: Diese Finanzierungsoptionen gibt es

Fehlen die Rücklagen, stehen Eigentümern meist drei Wege offen:

1. Ratenkredit

Ein Ratenkredit eignet sich für kleinere Maßnahmen, z. B. für welche, die  3.000 – 15.000 € kosten.

Vorteile eines Ratenkredites: 

  • schnell verfügbar
  • keine Grundschuld nötig

Nachteile:

  • oft höhere Zinsen (5–10 %)
  • kürzere Laufzeit → höhere Monatsrate

2. Modernisierungskredit mit Grundschuld

Ein Modernisierungskredit hingegen ist bei größeren Vorhaben sinnvoll.

Die Vorteile davon sind:

  • deutlich niedrigere Zinsen
  • längere Laufzeit
  • geringere monatliche Belastung

Zu den Nachteilen gehören unter anderem: 

  • etwas mehr Aufwand
  • Notartermin nötig

3. Umschuldung oder Aufstockung des bestehenden Immobilienkredits

Wenn Sie ohnehin noch einen Immobilienkredit am Laufen haben, kann eine Krediterhöhung oder Umschuldung sinnvoll sein. Denn dabei können Sie die bestehende Restschuld Modernisierung zusammenfassen, haben eine bessere Übersicht und profitieren oftmals von günstigeren Konditionen.

Rücklagen oder Kredit: Was ist langfristig besser?

Sie fragen sich, ob es sinnvoller ist, Rücklagen zu haben oder einen Kredit aufzunehmen? Kurz gesagt: 

  • Rücklagen = günstigste Finanzierung (keine Zinsen)
  • Kredit = flexible Lösung, wenn das Geld fehlt

Die beste Strategie für Eigentümer ist unserer Ansicht nach deshalb: Bilden Sie regelmäßig Rücklagen und setzen Sie Kredite nur gezielt ein, wenn größere Maßnahmen anstehen. So vermeiden Sie teure Notfallkredite und behalten die Kontrolle über Ihre Finanzierung.

Einfache Praxis-Strategie für Eigentümer

  1. Monatlich festen Betrag zurücklegen (z. B. 150–250 €)
  2. Rücklagen getrennt vom Alltagskonto führen
  3. Große Maßnahmen 3–5 Jahre vorher grob planen
  4. Förderungen prüfen
  5. Finanzierung vergleichen, bevor es dringend wird

Rücklagen sind die beste Finanzierung, Kredite die sinnvolle Ergänzung

Rücklagen schützen Eigentümer vor finanziellen Engpässen und teuren Spontankrediten. Wer regelmäßig spart, kann viele Reparaturen und Modernisierungen selbst bezahlen.

Reichen die Rücklagen dennoch nicht aus, bieten Modernisierungskredite oder eine Umschuldung deutlich bessere Konditionen als klassische Ratenkredite. Wer beides kombiniert, bleibt langfristig, finanziell flexibel und sicher.

Ich heiße Irini Diamanti und verbinde als SEO-Managerin bei der Hegner & Möller GmbH meine Leidenschaft aus SEO, Sprache und Finanzen. Zuvor sammelte ich Erfahrung im Journalismus und als Texterin. Dabei konnte ich meine Expertise in den Bereichen Politik, Sport, Medizin und Beauty vertiefen. In meiner Freizeit koche und backe ich leidenschaftlich gerne und genieße es, in spannende Bücher einzutauchen.