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Altersarmut in Deutschland: Jeder 5. Rentner könnte in 20 Jahren davon betroffen sein

Altersarmut in Deutschland

Haben Sie sich auch schon gefragt, ob Ihnen als Rentner die Altersarmut in Deutschland droht? In einer Bertelsmann-Studie wurden die verschiedenen Rentenformen genauer begutachtet. Dabei wurden auch ihre Auswirkungen auf das Armutsrisiko für Rentner untersucht. In unserem Artikel kümmern wir uns um die Fragen, wer von der Altersarmut betroffen sein könnte und ob die Grundrente, die von der Politik als Lösung angeboten wird, wirklich hilfreich ist.

Wer ist von der Altersarmut in Deutschland betroffen?

Obwohl die Wirtschaft weitere Erfolge verzeichnet, könnte das Armutsrisiko für Rentner ansteigen. In der Bertelsmann-Studie heißt es, dass jeder fünfte Rentner bis 2029 von der Altersarmut in Deutschland betroffen sein könnte. Das ist sogar noch steigerungsfähig, denn bis 2039 könnte dieser Anteil zusätzlich vergrößern. So ergeben es die Ermittlungen des DIW Berlin (Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung). Vor allem dauerhaft

  • Arbeitslose,
  • Alleinstehende und
  • Menschen mit geringer Qualifikation

könnten von der Altersarmut in Deutschland betroffen sein.

Christof Schiller, der Studienleiter der Bertelsmann-Studie, ist der Meinung, dass auch bei positiver Entwicklung des Arbeitsmarktes mit einem Armutsrisiko für Rentner zu rechnen ist – und das schon in den nächsten 20 Jahren. Um das abzuwenden, müssten Betroffene wieder verstärkt in das Arbeitsleben integriert werden. Außerdem sind zukünftige Rentenreformen von großer Wichtigkeit, um die Altersarmut in Deutschland zu verhindern.

Die Forscher, die an der Bertelsmann-Studie beteiligt waren, glauben, dass die positive Entwicklung des Arbeitsmarktes Bestand haben wird. Von der Altersarmut in Deutschland sind vor allem die Menschen betroffen, deren Einkommen unter 60 Prozent des durchschnittlichen Einkommens liegt. Konkret benennen Sie dabei Bürger mit einem Nettoeinkommen von monatlich weniger als 905 Euro.

Das Armutsrisiko für Rentner in Deutschland wird größer

Außerdem sagen die Autoren der Studie voraus, dass der Anteil der Menschen ansteigt, die Grundsicherung erhalten. Dabei setzen sie voraus, dass alle Bezieher der Leistung auch berechtigt sind, diese zu erhalten. Schätzungen zufolge würden zwei Drittel dieser jedoch auf ihren Anspruch verzichten. Gemäß der Studie könnte der Prozentsatz der Rentner bis 2039 noch ansteigen, die neben der eigentlichen Rente auf die staatliche Unterstützung angewiesen sind, um ihre Existenz zu sichern. Dieser Anteil könnte sich von neun auf rund zwölf Prozent erhöhen.

Insbesondere im Osten könnten Rentner unter dem starken Anstieg leiden und in die Altersarmut in Deutschland abrutschen. Dort beträgt die Grundsicherungsquote aktuell 6,5 Prozent. In 20 Jahren könnte sie um nahezu 50 Prozent auf etwa zwölf Prozent steigen.

Schon in vergangenen Studien wurde prognostiziert, dass die Altersarmut in Deutschland steigen könnte. Die Gründe hierfür sind vielfältig. Angegeben werden mehr Teilzeitarbeit, problematische Beschäftigungen, Unterbrechungen der Berufstätigkeit bei Müttern und befristeten Verträgen. Die Rente selbst ist ebenfalls unsicher. In der Studie können Sie nachlesen, dass 2018 31 Rentner ab 67 auf 100 berufstätige Personen kamen. Nachdem die Babyboomer dann 2038 in Rente gehen, könnte sich die Anzahl auf 47 erhöhen.

Welche Lösung bietet die Politik gegen das Armutsrisiko für Rentner an?

Die Politik, genauer gesagt, der Arbeitsminister der SPD Hubertus Heil, plant eine Grundrente, die jedem Rentner zur Verfügung gestellt werden soll. Eine Bedürftigkeit soll dabei nicht geprüft werden. Allerdings wäre diese nicht zielführend, heißt es in der Bertelsmann-Studie. Damit könnte die Altersarmut in Deutschland bis 2039 auf unter 20 Prozent gesenkt werden. Allerdings leben zahlreiche Bezieher der Grundrente in Haushalten, deren Einkünfte über dem Existenzminimum liegen. 85 Prozent der Rentner von insgesamt 3,1 Millionen, die eine solche Rente erhalten würden, hätten keine Berechtigung, eine Grundsicherung zu erhalten. Das durchschnittliche Nettoeinkommen der Rentner liegt 50 Prozent über der Bedürftigkeitsgrenze.

Die Union ist gegen eine Grundrente, wie Hubertus Heil sie plant, da sie auf die Bedürftigkeitsprüfung beharrt, wie im Koalitionsvertrag hinterlegt. Profitieren würden davon wiederum viel weniger Rentner. Als Ergebnis wären es nur 0.7 Prozent weniger Menschen, die von Altersarmut in Deutschland bedroht wären, heißt es in der Bertelsmann-Studie.

Der Vorschlag des Studienleiters Schiller in diesem Zusammenhang ist, dass das Konzept von Heil mit einer Einkommensprüfung aufgestockt werden soll. Des Weiteren wäre es notwendig, dass mehr Menschen in den Genuss einer Grundrente kommen, die für einen längeren Zeitraum nicht rentenversichert gewesen sind, als aktuell vorgesehen. Die Koalition dagegen besteht darauf, dass 35 Versicherungsjahre vorhanden sein müssen.

Die Forscher der Studie glauben, dass auch eine andere Reform Erfolg versprechen könnte. Falls die Grundsicherung wesentlich erhöht würde und diese Rentner ihre Rente teilweise ohne Anrechnung behalten könnten, wäre es möglich, die Altersarmut in Deutschland geringer zu halten.

Altersarmut und Lösungsmöglichkeiten

In einer Studie wurden Forschungen zur Altersarmut in unserem Land betrieben. Dabei wurde festgestellt, dass vor allem Menschen mit problematischen Beschäftigungen, größere Teilzeitarbeit, Unterbrechungen der Arbeit und befristete Beträge für ein Armutsrisiko für Rentner verantwortlich sind. Auch haben solche Gruppen meistens keine Möglichkeit, einen Sofortkredit zur Überbrückung aufzunehmen. Als Lösung dafür schläft der SPD-Politiker Hubertus Heil die Grundrente vor, allerdings stellt diese kein Allheilmittel für die Altersarmut in Deutschland dar. Laut Studie sind noch andere Reformen erforderlich, um die deutschen Rentner vor einem Armutsrisiko im Alter zu schützen. Deshalb liegt ihre Zukunft noch im Ungewissen.

Altersarmut und Lösungsmöglichkeiten

In einer Studie wurden Forschungen zur Altersarmut in unserem Land betrieben. Dabei wurde festgestellt, dass vor allem Menschen mit problematischen Beschäftigungen, größere Teilzeitarbeit, Unterbrechungen der Arbeit und befristete Beträge für ein Armutsrisiko für Rentner verantwortlich sind. Als Lösung dafür schläft der SPD-Politiker Hubertus Heil die Grundrente vor, allerdings stellt diese kein Allheilmittel für die Altersarmut in Deutschland dar. Laut Studie sind noch andere Reformen erforderlich, um die deutschen Rentner vor einem Armutsrisiko im Alter zu schützen. Deshalb liegt ihre Zukunft noch im Ungewissen.

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