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Auszahlung der Lebensversicherung – Ablauf und Verwendungsmöglichkeiten

Auszahlung der Lebensversicherung

Die Auszahlung steht vor der Tür und Sie sind noch nicht sicher, wie diese abläuft und welche Möglichkeiten (z.B. der Wiederanlage) bestehen? Wir haben hierfür in wenigen Punkten für Sie die häufigsten Fragen rund um die Auszahlung der Lebensversicherung beantwortet.

Die Auszahlung der (Risiko-) Lebensversicherung im Todesfall

Eine reine Risikolebensversicherung wird nur im Todesfall an die Hinterbliebenen ausgezahlt. Sie ist somit von der „normalen“ Lebensversicherung abzugrenzen, welche nach Ablauf der Vertragsdauer auch im Erlebensfall fällig wird – mitsamt Zinsen.

Eine Kapitallebensversicherung verbindet beides: Todesfallschutz und Sparanlage.

Einmalauszahlung vs. zeitlich begrenzter Rente

Nach einer festgelegten Laufzeit des Vertrages (z.B. zum 65. Lebensjahr) wird die Auszahlung der Lebensversicherung fällig. Mit Abschlägen ist ein früherer Zeitpunkt unter Umständen möglich.

Sie als Policeninhaber werden meist einige Monate vor Ablauf angeschrieben und müssen entscheiden, ob Sie eine Einmalauszahlung der gesamten Summe oder eine zeitlich begrenzte Rente (z.B. Ratenzahlungen über fünf Jahre verteilt) wünschen. Der Vorteil bei der Ratenzahlung: Auf den noch nicht ausgezahlten Teil des Vertrages werden weiterhin Zinsen fällig, sodass die gesamten Zahlungen größer sind, als bei der Einmalauszahlung. Zu den angesparten Versicherungsbeiträgen kommt neben der Garantieverzinsung noch die Gewinn- und Überschussbeteiligung bei der Auszahlung hinzu. Dabei sollten Sie aber immer die aktuelle wirtschaftliche Lage beachten.

Ablauftechnisch erhalten Sie von der Versicherung ein auszufüllendes Formular und müssen dieses – mitsamt der Originalpolice – an das Unternehmen zurücksenden. Alternativ hilft der örtliche Versicherungsvertreter des entsprechenden Unternehmens (oder der zuständige Makler) gerne weiter und übernimmt für Sie die Abwicklung.

Die Auszahlung der Lebensversicherung bei Arbeitslosigkeit – Fallstricke beachten

Werden Sie als Inhaber einer Kapitallebensversicherung arbeitslos, kann sich das dort angesparte Geld über einen gewissen Freibetrag (das sog. Schonvermögen) hinaus nachteilig auf die Höhe des Arbeitslosengeldes auswirken. Die Behörde kann dann die zwangsweise Auflösung anordnen, sofern der Verlust durch eine vorzeitige Auszahlung der Lebensversicherung höchstens zehn Prozent der vertraglich festgelegten Mindestsumme ausmacht. Eine Risikolebensversicherung hingegen wird als reine Absicherung vom Arbeitsamt grundsätzlich nicht miteingerechnet.

Die Wiederanlage in eine Kapitallebensversicherung

Selbstverständlich kann die ausgezahlte Summe auch wieder in einer neuen Kapitallebensversicherung angelegt werden. Meist empfiehlt sich dies, wenn ihre Immobilie schon abbezahlt wurde und die Kinder aus dem Haus sind. Wird das Geld dann nicht benötigt und soll für die Hinterbliebenen ein Todesfallschutz (z.B. zur Deckung der Beerdigungskosen) eingerichtet werden, kann mit einer relativ kurzen Laufzeit (10-15 Jahre) eine Lebensversicherung im Einzelfall für Sie Sinn machen.

Anlage in eine Unfallversicherung mit Beitragsrückgewähr

Gegen eine Einmalzahlung kann gerade für Sie als Arbeitnehmer kurz vor Renteneintritt die Einzahlung der Lebensversicherungsgelder in eine Unfallversicherung attraktiv sein. Diese gewährt für eine festgelegte Laufzeit (z.B. 10-15 Jahre) einen umfassenden Unfall- und Todesfallschutz. Nach Ablauf der Vertragslaufzeit werden die eingezahlten Beträge (teilweise verzinst – variiert je nach Anbieter) in einer Einmalzahlung an Sie vollständig zurückgezahlt. Der Vorteil hierbei: Das Geld wird während der aktuellen Niedrigzinsphase sinnvoll „geparkt“ und dennoch muss auf keinen Versicherungsschutz im Todesfall oder nach einem Unfall verzichtet werden.

Der Nachteil: Während der Laufzeit ist das Geld nicht verfügbar. Die Anlage lohnt sich also dann, wenn Sie in den nächsten Jahren das Kapital voraussichtlich nicht benötigen werden.

Die Sofortrente als Wiederanlage für die Auszahlung der Lebensversicherung

Falls das Geld aus der Lebensversicherung aktuell nicht benötigt wird, aber dennoch steuerschonend für die Aufbesserung des monatlichen Einkommens verwendet werden soll, bietet sich die Sofortrente an. Gegen eine einmalige Zahlung erhalten Sie dank dieser eine lebenslange Leibrente gezahlt – jeweils monatlich.

Die Verzinsung fällt hier zwar meist nur gering aus, allerdings kann die Auszahlung dank der Überschussbeteiligung nach oben variieren. Sinnvoll ist eine Sofortrente dann, wenn die Auszahlung der Lebensversicherung schon relativ früh (z.B. mit 55-60) vor dem Renteneintritt stattfindet.

Die Auszahlung der Lebensversicherung als Kredittilgung

Sofern eine Sondertilgung beim Immobilienkredit vertraglich festgelegt wurde, kann mit dem ausgezahlten Geld der Schuldenabbau forciert werden. Allerdings müssen Sie hier eine eventuelle Vorfälligkeitsentschädigung der Bank berücksichtigen. Diese darf höchstens ein Prozent der Darlehenssumme ausmachen (sofern keine Sondertilgung vertraglich festgelegt wurde). Hier gilt es also genau abzuwägen.

Goldanlage als Alternative

Gerade größere Summen, die langfristig werterhaltend angelegt werden sollen, bieten sich für ein Goldinvestment an. Dies ist insbesondere in Niedrigzinsphasen sinnvoll, da der Verlust an Zinserträgen im Vergleich zur unverzinslichen Goldanlage zu verschmerzen ist.

Auszahlung der Lebensversicherung sinnvoll nutzen

Auch Anleger mit kleinem Kapital können Geld anlegen. Voraussetzung für eine profitable Investition ist eine gute Information in puncto Anlageprodukt. Ihre Risikobereitschaft und die Rentabilität ihrer zukünftigen Investierung sind zu prüfen. Sind diese Aspekte geklärt, steht einer Geldanlage nichts mehr im Weg.

Generell gilt: Mit dem Ertrag steigt das Risiko.

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