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Falschgeld erkennen – So erkennen Sie gefälschte Banknoten

Falschgeld erkennen

Wer zum Scherz ein paar Geldscheine auf dem heimischen Drucker herstellt und unter Freunden verteilt, denkt sich vielleicht nichts Böses dabei. Dabei könnte jedoch bereits der Tatbestand des Betrugs erfüllt worden sein. Da in Deutschland Bargeld immer noch das beliebteste Zahlungsmittel ist, kommt es häufiger vor, dass mit Falschgeld bezahlt wird. Doch woran erkennen Sie Blüten, wie falsche Geldmittel häufig genannt werden und wie schützen Sie sich davor, versehentlich gefälschtes Geld zu erhalten? Die Europäische Zentralbank hat für die Erkennung und Behandlung von in Umlauf gebrachten Fälschungen klare Richtlinien aufgestellt. Wie Sie Falschgeld erkennen, erfahren Sie in diesem Artikel.

Was ist Falschgeld?

Falschgeld sind Banknoten und Münzen, die ohne die Genehmigung der Zentralbank angefertigt und weitergegeben werden. Dabei wird auf der einen Seite die Herstellung des Geldes und auf der anderen Seite die Weitergabe an Dritte vom Gesetzgeber als strafrechtlich relevant betrachtet.

Bei Falschgeld muss es sich nicht unbedingt um Geldmittel im engeren Sinne handeln. Ebenso sind andere gefälschte Zahlungsmittel wie Wertpapiere oder dergleichen genauso wie Falschgeld zu behandeln. Häufig wird ebenso Fantasiegeld im Umlauf gebracht. Was vielleicht zu Beginn als Scherz gedacht war, wird strafrechtlich verfolgt, sobald die Absicht besteht, das Scherzgeld zu verbreiten. Allerdings müssen die Fantasieblüten dem echten Geld täuschend ähnlich sehen, sodass eine Betrugsabsicht nachweisbar ist.

Abzugrenzen sind solche Replikate von der erlaubten Reproduktion von Geld. Die unechten Scheine oder Münzen müssen jedoch einige Merkmale aufweisen:

  • einseitiger Druck bei Scheinen: Kantenlänge muss um 25 Prozent vergrößert oder verkleinert werden.
  • beidseitiger Druck auf Scheinen: Kantenlänge muss um 100 Prozent größer oder halbiert werden.
  • Gestaltungselemente wie Schriftzüge müssen vor einem Hintergrund aufgedruckt werden, der den echten Scheinen nicht ähnelt.
  • Scheine in Originalabmessung dürfen in Originalgröße wiedergegeben werden, wenn lediglich ein Drittel der Vorder- oder Rückseite des Originals abgebildet wird.
  • Scheine dürfen nach Belieben auf Material gedruckt werden, dass weder eindeutig aus Papier besteht, noch mit Papier verwechselt werden kann.

Wie viel Falschgeld ist in Deutschland im Umlauf?

Falls gefälschtes Geld von jemandem entdeckt und Anzeige bei der Polizei erstattet wird, zieht die Bundesbank das Falschgeld ein und legt es in eine Aufbewahrungskammer. Dabei erhalten die Besitzer der Blüten keinerlei Ersatz dafür. Statistiken zufolge waren im Jahr 2018 Münzen und Banknoten im Wert von über vier Millionen Euro im Umlauf. Die Dunkelziffer liegt deutlich höher. Der Schaden, der durch die Fälschungen entstanden ist, ist beachtlich. An den Kassen der Supermärkte werden Geldscheine ab einer gewissen Höhe einer Kontrolle unterzogen.

Durch bestimmte Techniken wie UV-Licht werden Merkmale, die alle echten Scheine kennzeichnen sichtbar oder sie sind nicht erkennbar, falls sie nicht vorhanden sind. Dadurch schützen sich Einzelhändler gegen Betrug durch die Zahlung mit falschen Geldmitteln. Verbraucher, die eine Blüte von Dritten erhalten sind in dieser Hinsicht weniger gut abgesichert. Doch es gibt einige Möglichkeiten, um Falschgeld zu erkennen.

Wie können Sie Falschgeld erkennen?

Euro-Banknoten und Münzen können Sie anhand unterschiedlicher Sicherheitsvorkehrungen identifizieren. Die folgenden Besonderheiten können Sie durch Fühlen, Sehen oder Kippen von Banknoten erkennen.

Sicherheitsmerkmale von Euroscheinen

  • EURion-Konstellation: Verschiedenfarbige Kreise auf Vorder- und Rückseite der Banknoten als Kopier- und Scanschutz.
  • Fluoreszenz: UV-Licht macht unterschiedliche Fasern erkennbar. Einzelne Abschnitte der Gestaltung treten hervor.
  • Perlglanzstreifen: Glanzstreifen wurden auf der rechten Seite von vorne aus gesehen eingearbeitet. Dort sind das Gebäude sowie das Porträt Europas zu erkennen.
  • Mikroschrift: Winzige Schriftzüge wurden im Viadukt auf der Rückseite jeder Banknote aufgedruckt.
  • Porträt-Fenster auf 20 und 50 Euro Geldscheinen): Das Porträt Europas wird bei Gegenlicht sichtbar.
  • Porträt-Wasserzeichen: Europa-Porträt wird bei Gegenlicht im Wasserzeichen erkennbar.
  • Porträt-Hologramm: Der Perlglanzstreifen zeigt eine Illustration der Namensgeberin des europäischen Kontinents.
  • Smaragd-Zahl: Wenn der Schein gekippt wird, schimmert die Wertzahl auf der linken unteren Vorderseite grün.
  • Sicherheitsfaden: Bei Gegenlicht erscheint ein dunkler Streifen, der den Schein im Bereich der Nennwertzahl durchläuft. Auf diesem sind der Nominalwert des Geldes sichtbar.
  • Relief: Beim Kontakt sind Zahl des Nennwerts, Euro-Schriftzug sowie Teile des Motivs in der Struktur fühlbar.
  • Sicherheitspapier: Das verwendete Papier besteht aus reiner Baumwolle, das selbst nicht unter UV-Licht leuchtet. Verbraucher erhalten dieses Material nur schwer im Handel.

Sicherheitsmerkmale von Euromünzen:

Gefälschte Münzen können mit bloßem Auge schwer von echtem Geld unterschieden werden.

Einige Anhaltspunkte für das Vorliegen falscher Euromünzen:

  • kleinere oder größere Abmessungen als das Original
  • erheblicher elektrischer Widerstand messbar
  • Farbe weicht ab
  • Gewicht größer oder kleiner
  • starker Magnetismus (bei echtem Geld kaum feststellbar)
  • Ränder weisen herausstehende Inschriften auf

Meldepflicht bei gefälschtem Geld

Wer eine Blüte entdeckt, sollte sofort die Polizei benachrichtigen. Diese geht der Sache nach und versucht herauszufinden, aus welcher Quelle das Geldmittel ursprünglich stammt. Falls Sie gefälschtes Geld wissentlich an Dritte weitergeben, machen Sie sich selber strafbar. Das Falschgeld muss an die Bundesband gesendet werden, wo es gemäß § 36 Bundesbankgesetz verwahrt wird. Banken und Kreditinstitute ziehen falsches Geld sofort ein. Ein Ersatz hierfür wird nicht gewährt.

Falschgeld erkennen und sofort melden!

Falls Sie in den Besitz einer Blüte kommen, ist das immer ein Warnzeichen und Sie sollten der Quelle erhöhte Aufmerksamkeit schenken. Am besten ist es, sofort eine Meldung bei der Polizei zu machen, damit diese den Geschehnissen auf den Grund gehen kann. Auf jeden Fall müssen Sie gefälschtes Geld an die Bundesbank zurückgeben, ohne Ersatz zurückzuerhalten. Wichtig ist, beim Erhalt höherer Geldsummen zu prüfen, ob Sie Falschgeld erkennen können. Dabei stehen Ihnen einige Merkmale zur Verfügung, die unverkennbar zeigen, ob eine Blüte vorliegt. Wenn Sie bereits bei der Inbesitznahme von Scheinen oder Münzen unsicher sind, lassen Sie diese am besten sofort bei einer Bank prüfen. Dadurch können sie sicher sein, dass Sie im Besitz von echten Geldmitteln sind.

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