Vorfälligkeitsentschädigung

Was ist eine Vorfälligkeitsentschädigung?

Für eine vertraglich nicht vereinbarte vorzeitige (Teil-) Rückzahlung des Darlehens ist die Bank berechtigt den entgangenen Gewinn als Schaden geltend zu machen. Die Bank muss sich bei der Berechnung an die Vorgaben des Bundesgerichtshofes zur Errechnung der Vorfälligkeitsentschädigung halten.

Falls Sie aus einer Finanzierung vor Ende der eigentlich vereinbarten Zinsbindung austreten möchten, dann steht Ihrer Bank normalerweise eine Entschädigung zu. Diese Entschädigung bezeichnet man auch als Vorfälligkeitsentschädigung. Die Vorfälligkeitsentschädigung kann auch ganz entfallen, wenn Sie aus Ihrem Vertrag nach zehn Jahren aussteigen möchten oder ein Fehler in der Widerrufsbelehrung enthalten ist. Der zu beachtende Punkt ist, dass Ihre Bank Sie nicht aus Ihrem Vertrag entlassen muss. Die Bank kann Ihren Wunsch ablehnen und darauf bestehen, dass Sie Ihren Kredit weiterhin bezahlen müssen.

Beim Kauf einer Immobilie, kann die Bank der Vertragsauflösung nicht widersprechen, dennoch steht ihr eine Entschädigung zu. Es ist schwer nachvollziehbar, wie die Vorfälligkeitsentschädigung berechnet wird. Daher kann eine Überprüfung und Unterstützung von Experten sehr hilfreich sein.

Von Banken und anderen Kreditgebern, wird eine Vorfälligkeitsentschädigung erhoben. Zum Beispiel, wenn ein Darlehen durch ein Hypothek oder Grundschuld abgesichert und vor Ablauf der eigentlich vereinbarten Laufzeit gekündigt wird.

Sollte die Zinsbindung jedoch länger als zehn Jahre betragen, so kann mit einer Frist von sechs Monaten nach Vollauszahlung gekündigt werden, ohne dass eine Vorfälligkeitsentschädigung erhoben wird.