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Bankkonto wechseln – Dank gesetzlicher Regelung inzwischen kinderleicht

Bankkonto wechseln

Sie haben vor, Ihr Bankkonto zu wechseln, aber zweifeln noch? Was passiert mit Ihren Daueraufträgen und kostet Sie es etwas, wenn Sie Ihr Bankkonto wechseln? Noch immer scheuen sich viele davor, Ihr Girokonto zu wechseln. Nicht umsonst beträgt auch heute noch die durchschnittliche Vertragslaufzeit eines Girokontos 17 Jahre. Doch immer mehr Direktbanken, aber auch verbesserte Angebote klassischer Filialbanken, locken zum Wechsel. Spätestens seit der Gesetzgeber 2016 eine „Mitwirkungspflicht“ der alten Bank beim Kontowechsel eingeführt hat, ist der Umstieg leichter denn je. Wie das funktioniert, betrachten wir kurz im folgenden Artikel.

Was kostet der Service für den Kontowechsel?

Für Sie als Privatkunden ist der Wechsel der Kontoverbindung an sich kostenfrei, wenn Sie alles selbst erledigen. Unter Umständen gewährt Ihnen die neue Bank sogar einige Vorzugskonditionen oder einen Willkommensbonus (z.B. in Form eines Startguthabens). Allerdings ist dies meist an Bedingungen (z.B. regelmäßiger Gehaltseingang bzw. Nutzung als Hauptkontoverbindung) geknüpft.

Den gesetzlichen Kontowechselservice (seit Herbst 2016 möglich) an sich kann ihre alte Bank in Rechnung stellen. Dabei müssen die Gebühren verhältnismäßig sein. Der Vorteil: Sie müssen sich um nichts kümmern. Oft übernimmt sogar die aufnehmende Bank die entstandenen Kosten als Teil der Kundengewinnung. Verzichten Sie auf den gesetzlichen Service und kümmern sich selber um die Umstellung von Lastschriften, Daueraufträgen und Co., ist das Bankkonto wechseln selbstverständlich kostenfrei, aber eben mit Arbeit verbunden.

Was müssen Sie beachten, wenn Sie Ihr Girokonto wechseln?

Wichtig ist beim Bankkonto wechseln, dass Sie ihre Daueraufträge bei der alten Bank löschen und bei der neuen einrichten. Dasselbe gilt natürlich für Lastschriften und Lohn-/Gehaltszahlungen. Achten Sie dabei darauf, dass Sie ihren Vertragspartner auch den Termin nennen, ab welchem das neue Konto genutzt werden soll. Sonst kann es beim Bankkonto wechseln sein, dass beispielsweise der Stromanbieter noch vom alten Girokonto abbuchen will, obwohl dieses nicht mehr existiert.

Was sind die Hauptgründe für einen Bankwechsel bei Privatkunden?

Laut einer Umfrage vom Bankenverband haben zwei Drittel der Verbraucher noch nie Ihre Bank gewechselt. Ein Drittel hat es immerhin schon mindestens einmal getan, aber nur sieben Prozent innerhalb der letzten drei Jahre. Die Verbraucher gaben als Hauptgründe für einen Kontowechsel „Unzufriedenheit mit der Bank“, „Kostengründe“ und „Wohnortwechsel“ an.

Beeinflusst der Wechsel Ihrer Bank Ihre Schufa?

Kurzfristig ist das möglich, aber meist unkritisch. Die Anzahl Ihrer Bankkonten wird in der Schufa vermerkt. Eine höhere Anzahl an Konten kann als bonitätssenkendes Kriterium ausgelegt werden. Deswegen sollten altes und neues Konto sich nur möglichst kurz (am besten nur einen Monat) „überschneiden“, damit es langfristig keine negative Schufa-Auswirkungen hat. Außerdem sollte ggf. bei der Schufa eine schnelle Löschung Ihres Schufa-Eintrags des alten Kontos von sich aus gemeldet werden.

Vergessen Sie nicht Ihr altes Girokonto zu kündigen beim Kontowechsel

Selbst wenn Sie den gesetzlich verankerten Wechselservice in Anspruch nehmen und dabei alle Lastschriften sowie Daueraufträge umschreiben lassen, wird das alte Konto nicht automatisch gelöscht. Wenn Sie also das Bankkonto wechseln, denken Sie daran, das alte Konto zu kündigen! Im Kündigungsschreiben sollte am besten explizit das neue Girokonto als Verrechnungsadresse für etwaiges Restguthaben genannt werden. Aus Erfahrung empfiehlt es sich, altes und neues Konto rund einen Monat parallel zu führen. So bleibt genügend Zeit, um bei der Umstellung auftauchende Eventualitäten ausgleichen zu können.

Bankkonto wechseln ist einfacher als die meisten denken

Das Girokonto wechseln ist heutzutage keine schwere Sache mehr. Gegen ein meist geringes Entgelt mit Unterstützung der „alten“ Bank oder mit überschaubarem Aufwand in Eigenregie können Sie ohne weiteres ihr Bankkonto wechseln. Meist sparen Sie so Gebühren und können etwaige Wechselboni abstauben. Doch vergessen Sie beim ganzen Wechselstress nicht, das alte Konto ggf. zu kündigen, auch wenn Sie den Wechselservice Ihrer neuen Bank nutzen.

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