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Woher nehmen Banken das Geld für Kredite? – So finanzieren Banken Ihre Kredite

Woher nehmen Banken das Geld für Kredite

Banken arbeiten mit dem Geld ihrer Kunden. Sie vergeben Kredite und lassen sich dieses mit Zinsen wieder zurückzahlen. Das ist allgemein bekannt und führt oftmals zu der Meinung, dass daher das Geld für Kredite kommt. Doch dieser Gewinn ist nur ein sehr geringer Teil der Ressourcen, die den Banken und Kreditunternehmen zur Verfügung stehen. Aber woher nehmen dann die Banken das Geld für Kredite, welches sie für ihre Kunden in großen Rahmen bereitstellen können? Hier erfahren Sie mehr.

Vielseitigkeit hilft die Risiken zu minimieren

Banken können kein Geld herstellen. Sie müssen es, wie alle anderen Institutionen und Unternehmen auch, erst einmal verdienen.

  • Das geschickte Anlegen von Wertpapieren ist da nur eine Möglichkeit. Hierfür beschäftigen die Geldinstitute eine Vielzahl an sachkundigem Personal.
  • Auch mit dem Besitz sowie dem Handel von Immobilien lässt sich gutes Geld verdienen. Ein Teil der Gebäude und Wohnungen wechseln dabei durch die Vergabe von Krediten den Besitzer. Denn wer Geld für Kredite von der Bank erhält, muss Sicherheiten hinterlegen. Das können unter anderem auch Sachwerte wie seltene Sammlungen, Wertsachen oder eben Immobilien sein. Im Falle einer Zahlungsunfähigkeit geht das vertraglich hinterlegte Pfand in den Besitz der Bank über. Durch ein geschicktes Handeln kann sich so das Geldvermögen der jeweiligen Bank stark vermehren.
  • Um Geld für Kredite bereitstellen zu können, reicht dies jedoch bei weitem nicht aus. Daher ist es Gang und Gebe bei den erfolgreichen Geschäftsbanken, auch gar nicht vorhandenes Geld für Kredite zu verwenden. Hierbei handelt es sich um sogenanntes Buch- oder Giralgeld.

Was versteht man unter Giralgeld?

Buchgeld oder Geschäftsbankengeld ist, als Forderung auf Bargeld, ein Zahlungsmittel, das im Bankwesen durch Übertragung von Girokonto zu Girokonto mittels Buchungen genutzt werden kann.
(Definition zum Buchgeld aus Wikipedia)

Giralgeld ist, einfach erklärt, das Gegenteil von Bargeld. Es muss kein Bargeld dafür bereitgestellt werden. In der modernen Welt gewinnt der bargeldlose Zahlungsverkehr immer mehr an Bedeutung. Denn inzwischen besitzt fast jeder geschäftsfähige Erwachsene ein eigenes Girokonto. In den meisten Fällen wird so auch das Geld für Kredite zur Verfügung gestellt. Besonders, wenn es sich um größere Summen handelt.

Beispielrechnung, wie Banken Kreditnehmern Geld für Kredite zur Verfügung stellt

An dem folgenden Beispiel wird dies anschaulich erklärt. Ein Anleger stellt seiner Hausbank 5000 Euro zur Verfügung und erhält dafür 2,5% Zinsen. Das sind 125 Euro. Dieses Geld verleiht die Bank nun in Form von Krediten für 5%. Dabei vergibt sie jedoch nicht nur die 5000 Euro des Anlegers, sondern, sagen wir mal, das Doppelte, also 10.000 Euro. Die Differenz wird dem Kreditunternehmen von der Zentralbank in Form von Buchgeld zur Verfügung gestellt.

An die Zentralbank wird ein Zins von 1% fällig. Bei 10 000 Euro wären das 100 Euro. Den Ausgaben des Kreditgebers von 125 Euro und 100 Euro stehen Einnahmen von 500 Euro gegenüber. Das entspricht einem Reingewinn von 275 Euro. Zugegeben, das klingt auf den ersten Blick nicht viel. Bedenkt man jedoch, dass Kreditinstitute das Geld der Anleger auch mehrfach arbeiten lassen und dabei eventuell auch 20% Rendite erzielen, sieht das Ganze schon anders aus. Denn durch diese Verfahrensweise können schnell Geldgewinne von weiteren 20 000 Euro hinzukommen.

Und das bei nur einem Anleger und einer Ausgangssumme von 5000 Euro. Nicht umsonst besagt ein altes Sprichwort:

„Der dumme Mann überfällt eine Bank. Der schlaue Mann gründet eine.“

Der Handel mit den Krediten von zahlungsunfähigen Verbrauchern

Ja, auch mit diesen lässt sich Geld für Kredite bereitstellen und sogar Millionen verdienen. Verschuldete und abgewirtschaftete Kredite wechseln oft den Besitzer. Und jeder fragt sich, warum. Der Grund ist recht simpel. Banken kaufen, meist mittels Strohmännern, die „wertlosen“ Kredite im großen Rahmen auf. Sie werden günstig, momentan zum Zins von meist 5% angeboten. Anschließend werden sie als Verlust abgeschrieben, worauf der Sicherheitsfond als Bürgschaft einspringt. Werden also 100 Millionen marode Kredite für 5 Millionen gekauft, so erhalten die Banken daraus rund 45 Millionen als einen reinen Gewinn. Das schadet zwar der Wirtschaft, unterstützt jedoch das Bankenwesen, so lange die Politik nichts dagegen unternimmt.

Was passiert, wenn ein Kreditnehmer das Geld für Kredite nicht mehr zurückzahlen kann?

Somit ist auch schon erklärt, was mit den Krediten geschieht, die nicht zurückgezahlt werden können. Selbst aus ihnen kann die Bank noch einen hohen Gewinn erzielen, dessen Höhe entsprechend der ausgegebenen Anzahl an Krediten steigt. Was für den Kreditnehmer oftmals den finanziellen Ruin und sogar die Privatinsolvenz bedeuten kann, ist für eine Bank, die Geld für Kredite zur Verfügung stellt, oftmals ein Segen. Denn so lässt sich mit dem Leid der Kunden doppelt verdienen.

Risiko für Banken bei Kreditvergabe überschaubar

Banken geben allzu gerne Geld für Kredite aus, denn das ist für sie ein lohnendes Geschäft. Egal, ob sie nun das Geld für die Kredite nebst Zinsen zurückbekommen oder nicht. Durch die vielen Möglichkeiten, dass die Bank hat, ist das Risiko für Banken bei Kreditvergabe relativ überschaubar. Ein Kreditnehmer sollte sich daher im Vorfeld genau überlegen, ob es keinen anderen Weg der Kreditaufnahme gibt. Dank eines Online-Kreditvergleichs kann jeder bequem ein Unternehmen finden, welches Geld für Kredite zu vernünftigen und kundenfreundlichen Konditionen vergibt.

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