Sie befinden sich hier: Home / Blog/ Finanzwelt, Geld sparen / FFP2-Masken: Wie sinnvoll sind diese Atemschutzmasken und lassen sie sich wiederverwenden?

FFP2-Masken: Wie sinnvoll sind diese Atemschutzmasken und lassen sie sich wiederverwenden?

FFP2-Masken

Seit Beginn der Corona-Pandemie werden verschiedenste Maßnahmen diskutiert, die die Verbreitung des Virus bestmöglich einschränken sollen. Neben einem möglichst großen Abstand zu anderen Personen, steht dabei auch die Nutzung von Masken in einem besonderen Fokus. Am letzten Dienstag wurde von der Bundesregierung beschlossen, dass ab Samstag, den 23.01.2021, das Tragen von medizinischen Masken in Geschäften und im öffentlichen Verkehr wie Bussen und Bahnen bundesweit Pflicht ist.1 Es ist daher nicht mehr ausreichend, wenn man eine Stoffmaske trägt, die nicht die Standards KN95/N95 oder FFP2 entsprechen. Noch gibt es zwar keine bundesweite Pflicht zum Tragen von FFP2-Masken, einzelne Bundesländer wie Bayern haben diese jedoch schon umgesetzt oder überlegen, dies zu tun.

FFP – was bedeutet das eigentlich?

Die Bezeichnung „FFP“ bedeutet „Filtering Face Piece“. Es handelt sich dabei also lediglich um eine Abkürzung für eine filternde Maske. Grundsätzlich können FFP-Atemschutzmasken vor Viren und Staub schützen. Die EU-Normen FFP1, FFP2 und FFP3 weisen darauf hin, welchen Schutz die jeweilige Maske bietet. Der sogenannte Arbeitsplatzgrenzwert (AGW) ist dabei der entscheidende Faktor, an dem sich die Masken unterscheiden. Dieser gibt an, wie hoch die Konzentration eines Schadstoffs sein kann, ohne dass dabei gesundheitliche Gefahren entstehen.

SchutzfaktorErklärung
FFP1FFP1-Masken sind für eine vierfache Überschreitung des AGW zugelassen und filtern circa 80% aller ungefährlich und auf Öl- oder Wasser basierten Partikel, die sich in der Umgebung befinden. Somit schützen sie etwa zum Beispiel bei der Arbeit mit Gips oder Zement.
FFP2FFP2-Masken können hingegen bis zu einer zehnfachen Schadstoffbelastung des Arbeitsplatzgrenzwertes eingesetzt werden und schützen auch gegen gesundheitsschädliche Partikel auf Wasser- und Ölbasis. Diese Masken filtern etwa 94% der Schadstoffe aus der Luft, bieten aber keinen Schutz gegen krebserzeugende oder radioaktive Stoffe. Das Robert-Koch-Institut empfiehlt zur Bekämpfung des Virus das Tragen einer solchen Maske.
FFP3Den höchsten Schutz bieten FFP3-Masken, die bis zum dreißigfachen des Arbeitsplatzgrenzwertes eingesetzt werden können. Sie schützt nicht nur vor krebserzeugenden und gesundheitsschädlichen Partikeln auf Wasser- und Ölbasis, sondern darüber hinaus auch vor radioaktiven Partikeln. Insgesamt werden mindestens 99% der in der Luft vorhandenen Schadstoffe gefiltert.

Die Kosten für FFP2-Masken

Die Preise für FFP2-Masken schwankten in den vergangenen Monaten erheblich. Im Durchschnitt kostet eine FFP2-Schutzmaske ungefähr 2,50 Euro. In Apotheken kann der Preis etwas höher liegen, was vor allem an den – im Gegensatz zu großen Einzelhändlern – geringen Bestellmengen der Apotheken liegt. Achten Sie bei dem Kauf von FFP2-Masken darauf, dass diese ein CE-Kennzeichen und eine vierstellige Kennnummer besitzen.

Wiederverwendbarkeit von FFP2-Masken

Sie gelten zwar als Einwegprodukt, doch unter den richtigen Bedingungen sind FFP2-Masken wiederverwendbar. Wichtig dabei ist, dass die FFP2-Masken herstellerseitig mit dem Buchstaben „R“ als wiederverwendbar gekennzeichnet sind. Die knappe Verfügbarkeit der Masken und der Umstand, dass sie bei der Nutzung im Privatbereich einer vergleichsweise geringen Erregerbelastung ausgesetzt sind, lassen die Wiederverwendung jedoch zu einer sinnvollen Option werden. Dabei sind einige Dinge zu beachten. Primär ist es wichtig, dass nur eine personenbezogene Wiederverwendung möglich ist, da jeder Träger eigene Erreger in der Maske hinterlässt. Um die Anzahl der Erreger auf der Maske zu reduzieren und so eine Wiederverwendung sicherer zu machen, gibt es zwei Möglichkeiten:

  • Trocknen der Maske bei Raumluft

Lassen Sie die Maske sieben Tage bei Raumluft trocknen. Nach sieben Tagen ist die Erregerlast um etwa 95% gesunken, sodass das Risiko einer Infektion minimiert wird. Die Masken sollten dabei nicht über einem Heizkörper aufgehängt werden, da eine warme Temperatur um 30° bis 40° Celsius optimal für die Verbreitung vieler Bakterien ist. Die FFP2-Masken können den siebentägigen Zyklus fünf Mal durchlaufen, bevor sie schließlich entsorgt werden sollten.

  • Trocknen im Ofen

Trocknen im Ofen 80° Celsius bei Ober- und Unterhitze für 60 Minuten. Diese Methode bietet einen noch höheren Schutz als das Trocknen bei Raumluft. Es ist jedoch wichtig, dass darauf geachtet wird, dass zwischen der Maske und dem Unter- und Oberboden genügen Abstand gehalten wird und der Ofen beim Vorheizen geöffnet ist. Außerdem sollte die Temperatur von 80° Celsius weder über- noch unterschritten werden. Unter dieser Temperatur kann die Reduzierung der Erreger deutlich abnehmen und darüber kommt es möglicherweise zu Verformungen der Maske. Auch bei dieser Option sollte die Maske nach 5 Zyklen entsorgt werden.

Wer trägt die Kosten für diese Schutzmasken?

Spätestens im Zuge einer FFP2-Maskenpflicht kommt auch die Frage nach dem Kostenträger auf. Momentan muss der Arbeitnehmer dann die Kosten für die FFP2-Masken seiner Arbeitnehmer bezahlen, wenn er eine solche Maskenpflicht für den Betrieb selbst anordnet oder der Arbeitnehmer die öffentlichen Verkehrsmittel auf dem Weg zur Arbeit nutzt. Solange jedoch noch keine bundesweite Regelung zur Nutzung der Masken vorliegt, muss der Arbeitnehmer lediglich für medizinische Masken aufkommen, sofern noch keine FFP2-Maskenpflicht gilt. Wird die Arbeit im Homeoffice gestattet, muss der Arbeitgeber keine Masken zur Verfügung stellen.

FFP2-Masken bieten höheren Coronaschutz und sind unter bestimmten Voraussetzungen wiederverwendbar

Insgesamt lässt sich also festhalten, dass FFP2-Masken sinnvoller als gewöhnliche Stoffmasken sind, da sie nicht nur vor ungefährlichen, sondern auch vor gesundheitsgefährdenden Partikeln schützen. Dabei werden circa 94% dieser schädlichen Partikel durch die Maske gefiltert und so das Risiko einer Infizierung mit dem COVID-19-Virus verringert. Personen über 60 Jahren sowie Risikogruppen hatten bereits zwischen dem 15. Dezember 2020 und dem 06. Januar 2021 Anspruch auf drei kostenlose FFP2-Masken, die in der Apotheke erhältlich waren. In zwei weiteren Wellen sollen noch mehr Masken zur Verfügung gestellt werden. Für alle anderen Personen besteht vorerst lediglich die Möglichkeit, die Masken selbst zu erwerben. Unter bestimmten Bedingungen sind FFP-Masken wiederverwendbar und müssen nicht gleich bei nach dem Gebrauch entsorgt werden.

Ich heiße Quang Lam und arbeite bei der Hegner Möller GmbH als Marketing Director. Ich interessiere mich sehr stark für die Themen Finanzen und Sport. In meiner Freizeit gehe ich gerne laufen und betreibe auch einen Laufblog. Ich schreibe für den creditSUN Blog nur über die Themen, die mich auch wirklich interessieren.

Kategorien

Banner Kreditvergleich