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Wie Sie einen Identitätsbetrug mit der SCHUFA verhindern können

Identitätsbetrug mit der Schufa verhindern

Zahlreiche Unternehmen nutzen die Schufa, um schnell und unkompliziert eine Bonitätsauskunft über ihre Kunden zu erhalten. Möchten Sie somit beispielsweise einen Handyvertrag abschließen oder Ratenkredit aufnehmen, wird im Hintergrund automatisch ihre Schufa abgefragt. Der Anbieter schließt aus dieser auf ihre Zahlungsmoral. Davon hängt unter anderem ab, ob Ihr Kredit abgelehnt wird oder wie viel Zinsen Sie für den Ratenkredit zahlen müssen. Deshalb kann ein Identitätsklau schwerwiegende Folgen haben. Wenn andere Personen unter Ihrem Namen z.B. Ware im Internet bestellen, an eine andere Adresse liefern lassen und dann nicht bezahlen, könnten Sie einen negativen Schufa-Eintrag erhalten. Damit Sie nicht Opfer eines Identitätsbetrugs werden und wie den Identitätsbetrug mit der SCHUFA verhindern können, erfahren Sie hier.

Was ist überhaupt ein Identitätsdiebstahl?

Als Identitätsdiebstahl (auch Identitätsbetrug, Identitätsmissbrauch; englisch identity theft) wird die missbräuchliche Nutzung personenbezogener Daten (der Identität) einer natürlichen Person durch Dritte bezeichnet. (Wikipedia zu Identitätsdiebstahl)

Beispielsweise kann so ein Krimineller einen Ratenkredit auf Ihren Namen abschließen und den Kreditbetrag auf sein Konto überweisen lassen. Der Kreditgeber prüft die Bonität und gibt daraufhin eine Kreditzusage. Das Geld wird dann auf das Konto überwiesen, was angegeben wurde. Die Folgen: Ihre Bonität sinkt und Sie müssen Verträge bezahlen, die Sie gar nicht abgeschlossen haben!

Identitätsbetrug mit der SCHUFA verhindern – Service der SCHUFA nutzen!

Per Formular (mit den nötigen Nachweisen wie Passkopie etc.) können Sie bei der SCHUFA einen potentiellen Identitätsmissbrauch melden. Dadurch erhält Ihr „SCHUFA-Konto“ den Vermerk „Verdacht auf Identitätsbetrug“. In erster Linie können so Kriminelle die Daten nicht weiter nutzen (sie können also einen weiteren Identitätsbetrug mit der SCHUFA verhindern), da bei allen die SCHUFA nutzenden Unternehmen bei einer Anfrage der Vermerk als Warnhinweis erscheint.

Nachteil: Für Sie bedeutet dies vorübergehend, dass Sie bezüglich Neuverträge (aber nicht bestehende Verträge, diese sind nicht gefährdet!) gänzlich kreditunwürdig sind bzw. keine Bonität haben. Es ist also unbedingt anzuraten, gleich im Anschluss in Zusammenarbeit mit der Polizei, Schufa und ggf. einem Anwalt den Datenklau aufzudecken, die fehlerhaften Schufa-Einträge zu löschen und ihre SCHUFA wieder anschließend freizugeben! Um dann einen erneuten Identitätsbetrug mit der SCHUFA verhindern zu können, sollten Sie unsere Tipps bezüglich dem Schutz vor Identitätsdiebstahl lesen – und ggf. von der Polizei oder der SCHUFA selbst beraten lassen.

Häufige Datenklau-Fallen

Neben dem Onlineshopping, die häufig als Fakeshop erstellt worden sind, können auch sog. Trojaner (Ausspähprogramme) auf Handy, PC und Tablet das Einfallstor für den Identitätsmissbrauch sein. Mit diesen Trojanern können Kriminelle Ihre Passwörter „mitlesen“ und zweckentfremden. Hin und wieder werden leider auch die Rechner von Unternehmen gehackt, bei denen Ihre Kundendaten hinterlegt worden sind. Durch diese Datenlecks können Kriminelle an Ihre Daten kommen und diese selbst nutzen oder ggf. auf dem Schwarzmarkt weiterverkaufen. Um den Identitätsbetrug verhindern zu können, sollte man deswegen regelmäßig die Passwörter wechseln und aktuelle Virenschutzprogramme auf dem Computer nutzen.

Welche Auswirkungen hat der Identitätsdiebstahl auf die Opfer?

Meist fällt das Problem erst auf, wenn Sie einen Brief mit einer Zahlungsaufforderung erhalten. Das kann schnell die finanzielle Existenz bedrohen, wenn Kriminelle auf Ihren Namen beispielsweise einen großen Ratenkredit mit hohen, monatlichen Rückzahlungsraten abgeschlossen haben: Das Geld ist weg – die Schulden bleiben. Wenn Sie hier nicht gleich reagieren, kann dies einen SCHUFA-Eintrag wegen Nichtzahlung zur Folge haben.

Kontrollieren Sie regelmäßig Ihre Schufa-Selbstauskunft

Auch ein langfristig angelegter Betrug ist möglich: Dabei schließt ein Krimineller auf Ihren Namen zahlreiche, „kleine“ Verträge (z.B. mehrere Ratenkredite für Haushaltsartikel) ab, kümmert sich aber um die monatlichen Zahlungen. Dies fällt sehr lange nicht auf, wird aber alles in der SCHUFA dokumentiert. Da die Anzahl der Verträge in Ihrer SCHUFA vermerkt wird, sinkt die Bonität mit jedem Vertrag. Dies fällt meist auf, wenn Sie beispielsweise als Kunde im Elektronikfachmarkt z.B. eine Waschmaschine kaufen wollen und die Ratenzahlung abgelehnt wird. Auch Kreditangebote sind plötzlich teurer. Ein Blick in die SCHUFA offenbart dann: Zahlreiche Verträge laufen auf Sie! Kein Wunder, dass dann z.B. die Bank mehr Zins verlangt: Diese geht davon aus, dass SIE die ganzen Verträge abgeschlossen haben und monatlich bezahlen müssen. Dieses Geld „fehlt“, um den Bankkredit bequem zurückzahlen zu können. Die Folge: Ein höherer Zinssatz.

Egal welche der beiden Varianten des Identitätsklau: Sie müssen entweder dafür gleich teuer bezahlen oder erhalten langfristig nur noch schlechte Konditionen angeboten. Darum ist es wichtig, schon präventiv den Identitätsbetrug mit der SCHUFA verhindern zu können.

Identitätsbetrug mit der SCHUFA verhindern – Das können Sie tun, um einen Identitätsdiebstahl vorzubeugen

Einen Identitätsbetrug mit der SCHUFA verhindern ist nicht immer zu 100% möglich. Dennoch sind einige Maßnahmen sinnvoll:

  1. Shoppen Sie nur auf Internetseiten, die Ihnen und Bekannten vertraut sind. Schauen Sie im Impressum auf eine deutsche Adresse.
  2. Nutzen Sie die kostenfreie, jährliche Auskunft der SCHUFA bezüglich ihrer Bonitätsdaten, um rechtzeitig reagieren zu können.
  3. Installieren Sie auf Ihrem Rechner einen Virenschutz mitsamt Firewall. Diese „blockieren“ viele als „schwarze Schafe“ bekannte Webseiten von vornerein.
  4. Auch wenn es unbequem ist – „neue“ Shops sollten Sie immer am PC oder Laptop nutzen. Tablet und Smartphone sollten nur für schon vertraute Geschäfte genutzt werden, da bei den Mobilgeräten nur unzureichende Virenschutz-, Firewall und Spywareschutzprogramme kundenfreundlich und praxistauglich nutzbar sind.
  5. Ändern Sie regelmäßig Ihre Passwörter.
  6. Nutzen Sie die 2-Stufen-Authentifikation im Internet. Dabei müssen Sie beim Login in Ihren Account (beim Onlineshop Ihres Vertrauens) neben dem Passwort einen Code eingeben, den Sie per Mail oder SMS erhalten haben. Dies ist eine zusätzliche Hürde beim Identitätsklau für den Angreifer.

Mit diesen Schritten können Sie den Identitätsbetrug mit der SCHUFA verhindern bzw. machen es den Tätern extrem schwer, Ihre Daten zu klauen.

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Kredit Schufafrei