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Wie lange bleibt ein Schufa Eintrag bestehen und wann wird dieser gelöscht?

Wie lang bleibt ein Schufa Eintrag bestehen

Es kann schnell zu Schufa-Einträgen kommen, wenn Sie Ihre Rechnung nicht bezahlen. Auch wenn Sie bereits die Forderung bezahlt haben, kann der Eintrag noch weiterhin bestehen. Wie lange die Einträge bei der Schufa bestehen bleiben, hängt auch von verschiedenen Faktoren ab. Denn nach einer bestimmten Zeitperiode müssen die Eintragungen gelöscht werden, da sie sonst zu belastend werden. Je nach Vermerk gelten jedoch unterschiedliche Fristen, was Sie dabei beachten sollten. Erfahren Sie in diesem Artikel, wie lange Schufa Einträge bestehen bleiben und wann sie automatisch gelöscht werden.

So lange bleibt der Schufa-Eintrag bestehen

Das Gesetz regelt, wie lange Ihre Einträge bei der Schufa bestehen können. Es wird jedoch empfohlen, Ihre Aufzeichnungen bei der Schufa regelmäßig zu überprüfen, da die Registraturen häufig zu spät gelöscht werden. Aber es kommt immer darauf an, um welche Art von Eintrag es sich handelt.

Konnten Sie vertraglichen Zahlungen nicht leisten, werden diese drei Jahre lang gespeichert. Die Frist beginnt, sobald Sie Ihre Forderungen erneut bedienen.

  • Nachdem Sie ein Darlehen vollständig zurückgezahlt haben, bleibt der Eintrag drei Jahre lang im Register.
  • Wenn Sie eine Forderung von weniger als 1000 Euro erhalten haben und dieser nicht nachgekommen sind, wird dies ebenfalls vermerkt. Sobald Sie den offenen Betrag bezahlt haben, können Sie ihn umgehend löschen.

Fristen für Sonderfälle

Es gibt einige ungewöhnliche Einträge, die auch spezielle Fristsetzungen haben.

  • Wenn Sie eine Privatinsolvenz anmelden, dauert dieses Verfahren 6 Jahre. Nach Abschluss der Rechtshandlung besteht der Eintrag bei der Schufa für weitere 3 Kalenderjahre. Diese Eintragung ist somit mindestens 9 Jahre lang verfügbar.
  • Wenn Sie als Bürger eine vererbte Hauptschuld bezahlt haben, wird der Eintrag sofort gelöscht.
  • Öffentliche Aufzeichnungen, wie zum Beispiel Niederschriften aus den Schuldner-Verzeichnissen lokaler Gerichte, werden ebenfalls drei Jahre lang geführt. Danach sollten sie automatisch entfernt werden.

Wann werden die Schufa-Datensätze automatisiert gelöscht?

Die negativen Schufa-Einträge werden automatisch entfernt, doch je nach Eintragung muss man jahrelang warten. Vor allem bei Aufzeichnungen über Schwierigkeiten bei der Rückzahlung eines Kredits oder einer Insolvenz, hat die Schufa die längsten Verjährungsfristen. Wenn Sie beispielsweise das fällige Darlehen bezahlt haben, dauert es drei Kalenderjahre, bis der Datensatz gelöscht ist. Und die Zählung dieser drei Jahre beginnt erst am Ende des Jahres, in dem Sie die Schulden beglichen haben. Wenn Sie beispielsweise im Frühjahr 2019 einen überfälligen Kreditbetrag zahlen, startet die Löschfrist erst zum Jahresende 2019/20. Nach drei Jahren, also dem 1. Januar 2023, wird die Schufa den Eintrag entfernen.

Wenn ein Kreditgeber eine einst fällige Zahlung als beglichen an die Schufa meldet, bleibt der Datensatz letztendlich bestehen. Er erhält aber einen „Ausführungsbescheid“. Dies bedeutet, dass sich die Schufa noch daran erinnert, dass Sie einmal im Rückstand waren. Sie merkt aber auch an, dass der Fall jetzt fallen gelassen wird.

Was passiert bei einer Privatinsolvenz mit den Schufa?

Die Insolvenzinformationen werden drei Jahre nach Beendigung des Insolvenzverfahrens im Schufa-Register aufbewahrt. Das heißt: Während des Insolvenzverfahrens besteht der Eintrag zunächst volle sechs Jahre und dann wieder drei Jahre nach Beendigung des Verfahrens. So können insgesamt fast zehn Jahre vergehen, in denen die Schufa die Insolvenz verzeichnet. Wenn Sie in dieser Zeit einen Kredit aufnehmen wollen, bleibt Ihnen nur die Möglichkeit, einen Kredit ohne Schufa zu beantragen.

Falsche Ansprüche können sofort beseitigt werden

Studien zeigen, dass etwa ein Drittel der Kreditdatensätze veraltet, falsch oder unvollständig geführt sind und im schlimmsten Fall den Kredit-Score senken können. Diesbezüglich muss jeder Bürger seine eigene Kreditwürdigkeit überwachen und auf die Vollständigkeit, Richtigkeit und Aktualität seiner Datensätze achten.

Dies ist zum einen mit Informationen der SCHUFA oder einer kostenlosen Selbsteinschätzung auf Basis der Allgemeinen Datenschutzbestimmungen (DSGVO) möglich. Dementsprechend haben Sie das Recht, kostenfrei auf Ihre Kreditinformationen zuzugreifen. Dies gilt für alle deutschen Kreditauskunfteien und Betriebe, die Daten zu Personen speichern.

Darüber hinaus können Sie die Gesellschaften dazu nutzen, um Ihre Kreditwürdigkeit und die über Sie gespeicherten Daten-Informationen zu verfolgen – online, kostenlos und jederzeit.

Sollten Sie in Ihren Datensätzen falsche SCHUFA-Eintragungen oder Kreditfunktionen finden, haben Sie Anspruch auf sofortige Löschung. Solche Fehlinformationen können zum Beispiel ältere Adressen, fehlerhafte oder bereits aufgelöste Anforderungen, gelöschte Kontos oder Ähnliches sein.

Fehlerhafte SCHUFA-Aufzeichnungen werden direkt an die Auskunfteien gemeldet. Es ist am besten, dem Schreiben Belege beizufügen, um den Löschvorgang zu beschleunigen. Bei unkorrekten Adressdaten hilft beispielsweise eine Ablichtung des Personalausweises mit der aktuellen Wohnadresse oder eine Kopie der Meldebescheinigung. Anschließend löscht die Kreditagentur bei unkorrekten Schufa-Einträgen den Datensatz.

Das sollten Sie über die Dauer des Schufa-Eintrags wissen!

Wenn Sie z.B. einen Kredit für ihr Haus aufnehmen oder einen Kleinkredit beantragt haben, wird in der Regel eine Schufa-Abfrage gemacht. Dort kann der potentielle Kreditgeber bereits sehen, ob in der Vergangenheit bereits negative Schufa-Einträge vorhanden sind. Diese entstehen z.B. durch nicht gezahlte Rechnungen. Generell besteht ein Schufa-Eintrag auch bei bezahltem Darlehen weiterhin 3 Jahre. Ein Schufa-Eintrag kann nur sofort gelöscht werden, wenn diese falsch sind. Sie sollten daher immer Ihre Rechnungen pünktlich bezahlen, damit Sie keinen negativen Schufa-Eintrag riskieren. Besonders bei der Wohnungssuche ist eine saubere Schufa sehr wichtig, um sich gegen allen Mitinteressenten durchzusetzen.

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