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Crowdfunding als Unternehmensfinanzierung – Eine alternative Finanzierungsform für Selbständige?

Crowdfunding

Selbständige haben es oft schwer einen Firmenkredit bei einer Bank zu bekommen. Deshalb kann das Crowdfunding gerade für Selbständige und Freiberufler eine Alternative zu einem Bankkredit sein. Während in den USA und Großbritannien diese Gruppenfinanzierung längst etabliert ist, hat sie hier in Deutschland erst ihren großen Durchbruch. Auf einer Finanzierungsplattform kann der Selbständige sich anmelden, sein Projekt/Dienstleistung vorstellen und die Finanzierungssumme festlegen. Alles was Sie über die Schwarmfinanzierung wissen sollten, erfahren Sie in diesem Artikel.

Was ist Crowdfunding eigentlich?

Übersetzt steht „Crowd“ für Menge und“ funding“ für Finanzierung. Auf Deutsch kann man diese Kreditform auch Schwarmfinanzierung nennen. Mit dem Crowdfunding haben gerade Selbständige die Möglichkeit, Projekte oder Start-ups zu finanzieren. Die Besonderheit bei der Gruppenfinanzierung ist, dass mehrere Personen ein Projekt unterstützen. Ein Projekt  kann über diese Finanzierungsform nicht alleine finanziert werden. Das Geld kommt dabei aber nur zusammen, wenn mehrere Privatleute oder auch Firmen das Projekt finanziell unterstützen. Einzelne Geldgeber werden dann kleinere Summen zu einer Projektrealisierung beisteuern. Damit sich Kreditnehmer und Kreditgeber finden, gibt es die Finanzierungsplattform, wo sich z.B. die Investoren über die Projekte informieren können.

Für wen ist eine Crowdfunding Finanzierung geeignet?

Gedacht ist eine Gruppenfinanzierung für selbständige Personen, die bei Banken keinen Kredit erhalten. Das Crowdfunding ist dann eine Alternative. Es entfallen langwierige Verhandlungen mit Banken oder anderen Gesellschaften. Außerdem sind die Konditionen bei dieser Finanzierung, oft besser als bei einer klassischen Bankenfinanzierung. Selbständige die Geld benötigen, bringen ihr Projekt ausführlich und nachvollziehbar, auf die Webseite der Finanzierungsplattform. Anleger oder auch private Investoren sehen dieses Projekt, nachdem es von der Plattform freigeschaltet wurde und können Gebote darauf abgeben. Das Geld wird immer zweckgebunden für eine Idee oder ein Projekt bereitgestellt. Aber nur wenn genügend Unterstützer oder Investoren auf das Projekt bieten, kann es umgesetzt werden. Davor aber wird der Selbständige mit der Plattform zusammen das Finanzvolumen festlegen. Kommt der gewünschte Betrag innerhalb einer bestimmten Frist nicht zustande, wird das Kapital an die Nutzer zurückgezahlt. Nachdem der Geldgeber sich auf dem Crowdfunding-Portal registriert hat und zwar zu den Bedingungen des Betreibers der Plattform, kann der Geldgeber sein Kapital investieren. Die Gegenleistung die er bekommt, kann materiell oder ideell sein.

Vor -und Nachteile einer Crowdfunding Finanzierungsplattform

Vorteile auf einen Blick beim Crowdfunding:

  • In kurzer Zeit kann Geld „eingesammelt“ werden für verschiedene Projekte
  • Kleinere Beträge halten das finanzielle Risiko überschaubar
  • Durch das Zusammenspiel von Dialogen auf der Plattform entstehen oft bessere Ideen

Nachteile auf einen Blick beim Crowdfunding:

  • Damit der Crowdfunding-Prozess ordentlich vorbereitet wird, muss viel Zeit eingeplant werden
  • Wenn der gewünschte Betrag nicht erreicht wird, verfällt das Vorhaben
  • Es gibt keine Haftung von der Plattform, wenn das Projekt misslingt

Der große Vorteil beim Crowdfunding ist, dass auch unkonventionelle Projekte oder Ideen unbürokratisch umgesetzt werden können. Oft haben diese Projekte bei Banken keine Chance. Als Nachteil kann gesehen werden, dass nur geringe Summen vergeben werden. Damit lassen sich beispielsweise Existenzgründungen nur schwer umsetzen.

Die Wahl der passenden Finanzierungsplattform ist entscheidend

Dennoch kann ein gelungenes Projekt nicht nur den Bekanntheitsgrad erhöhen, sondern auch ein Start bedeuten. Auf den ersten Blick mag sich die Gruppenfinanzierung als einfach ansehen. Sie verlangt aber viel Arbeit und Planung und es kann keine Erfolgsgarantie gegeben werden. Das Projekt kann ja nur umgesetzt werden, wenn der angegebene Betrag auf der Finanzierungsplattform erreicht ist. Dadurch entsteht ein gewisser Druck, nicht nur für den Selbständigen, sondern auch für den Geldgeber. Deshalb ist es wichtig, dass die richtige Plattform gewählt wird. Nur so gibt es ein wenig Sicherheit, dass das passende Publikum angesprochen wird. Der Vorteil der Schwarmfinanzierung zeigt sich aber auch, dass Geldgeber bereits da sind. Sie müssen lediglich überzeugt werden. Darum sollte Vertrauen und Transparenz herrschen und das Projekt offen präsentiert wird.

Das sollten Geldgeber und Selbständige über das Crowdfunding wissen!

Bei einer Schwarmfinanzierung profitiert nicht nur der Geldgeber, sondern auch der Kreditnehmer bzw. der Kapitalsuchende. Wird die passende Finanzierungsplattform gefunden, können Selbständige ihre Projekte und Vorhaben auf der Plattform öffentlich machen. Die Projekte werden ausführlich und nachvollziehbar dargelegt. Der Selbständige beschreibt sozusagen in einem Businessplan sein Vorhaben. Interessierte Anbieter werden dann eine Risikobewertung vornehmen. Danach richten sich die Kosten und die Höhe der Zinsen. Grundsätzlich müssen Anleger von der Rentabilität des Vorhabens überzeugt sein. Viele Personen unterstützen dann mit kleinem Geld beispielsweise Unternehmensgründungen, Weiterbildungen, Umweltprojekte oder Immobiliensanierungen. Das Crowdfunding hat sich mittlerweile zu einem Erfolgsmodell entwickelt. So können über die Plattformen innovative Projekte mit der Gruppenfinanzierung realisiert werden. Investoren dürfen eine gute Rendite erwarten und Selbständige müssen nicht von Bank zu Bank rennen, um ihr Projekt finanziert zu bekommen.

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