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Sneakers als Geldanlage – Können Schuhe wirklich eine Wertanlage sein?

Sneakers als Geldanlage

Sneakers gehören zu den absoluten Must-Haves im Sommer und sind kaum mehr aus dem Alltag wegzudenken. Spätestens seit Michael Jordan und Michael Fox haben Sneakers Kult-Status erreicht. Der Basketball Star Michael Jordan gab seinen Namen für die „Nike Air Jordan“ ab und setzte damit den Startschuss für die Sneakers, Michael Fox schnürte seine Schuhe im Film „Zurück in die Zukunft“ per Knopfdruck und löste damit einen Hype aus. Mittlerweile sind sie nicht mehr nur ein modischer Hingucker, man kann mit den richtigen Sneakers Tausende Euro verdienen. Doch wie sehr lohnen sich Sneakers als Geldanlage?

Mit diesen Sneakers können Sie richtig Geld verdienen

Natürlich ist der Schuh, der maßgeblich für den Beginn des Sneaker-Hypes verantwortlich ist, auch der Profitabelste. Der Air Jordan von Nike kam erstmals 1984 auf den Markt und erschien mittlerweile in verschiedenen Farbkombinationen. Daher lohnt sich dieser Sneaker als Wertanlage. Und auch mit dem zweiten Schuh, dem Nike Mag, aus dem Film „Zurück in die Zukunft“ lässt sich gutes Geld verdienen. Der Rapper Tinie Tempah tätigte ein Sneaker Investment und zahlte 2011 für ein Paar etwa 37.000 Dollar.

In Deutschland erlangte ein Paar Sneakers von Adidas Berühmtheit, in dem ein gültiges Jahresticket für die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) integriert und den U-Bahn Sitzpolstern nachempfunden ist. Die rund 500 Paar Schuhe gingen bei Verkaufsstart für 180 Euro über die Theke. Wer damals einen begehrten Schuh erworben hat, freut sich über die Sneakers als Geldanlage. Im Internet kostet der Schuh mittlerweile mindestens 650 Euro, das entspricht einem Gewinn von mindestens 260 Prozent. Doch mit den richtigen Sneakers und ein wenig Glück sind die Sneakers mehr als eine Geldanlage. Den größten Preis erzielte ein Paar Sneakers aus dem Jahr 1972. Die Sneakers „Moon Shoes“ vom Hersteller Nike wurden bei einer Auktion von Sotheby´s in New York für 437.000 Dollar verkauft.1

Künstliche Verknappung lässt die Preise explodieren

Sportartikelhersteller, wie beispielsweise Nike, Adidas oder Asics, haben den Hype längst erkannt und nutzen den Markt für neue Werbung. Alle paar Wochen bringen sie streng limitierte Turnschuhe auf den Markt, durch die sie die Beliebtheit bei den Kunden steigern wollen. Die Stückzahlen belaufen sich dabei häufig nur auf wenige hundert oder gar nur ein paar Dutzend Paare, sodass sich die Sneaker als Wertanlage lohnen können. Um den Wert und die Exklusivität in Szene zu stellen, arbeiten die großen Hersteller mit Schlagwörtern wie „Limitiert“ oder „Ausverkauft“. Oft schreiben die Hersteller auch sogenannte „Raffles“ aus, eine Online Auslosung für das Kaufrecht am Schuh. Gewinner dürfen die Sneakers zum Herstellerpreis kaufen. Viele Sammler warten auf solche Sneakers als Geldanlage. Doch hierbei ist auch vorsichtig geboten: Im Internet gibt es aktuell auch viele Fake-Shops, die speziell diese limitierten Schufa zu Schnäppchenpreisen anbieten. Sie sollten nach Möglichkeiten die Schuhe nur über der offiziellen Herstellerseite bzw. Partnerseite kaufen.

Reseller als Geschäftsmodell

Diese Tatsache ruft natürlich auch Reseller auf den Plan. Mit sogenannten Sneaker-Bots, einem automatisierten Kaufprogramm, kann der Kaufprozess bei mehreren Shops gleichzeitig und innerhalb von wenigen Sekunden abgewickelt werden. Doch die Reseller verstehen den Kauf der Sneakers nicht als Geldanlage. Da die Schuhe in der Regel am Tag ihres Erscheinens am wertvollsten sind, können die Reseller die erworbenen Schuhe sofort wieder teurer, und somit mit einem ordentlichen Gewinn, verkaufen.

Lange Warteschlangen beim Release

Entscheiden sich die Hersteller dagegen für exklusive In-Store Releases, gilt es, möglichst der Erste zu sein, der den Laden betreten darf. Dies führt dazu, dass die Sammler und Liebhaber der Sneakers als Geldanlage bereits einige Tage vor dem Release vor den Geschäften übernachten bzw. mit Zelt und Campingausrüstung regelrecht campen. Beim Release des neuen BVG Schuhs in Berlin entstanden beispielsweise so lange Warteschlangen vor den Stores, dass nicht einmal jeder aus der Schlange ein begehrtes Paar erhalten hat. Meist geht es nicht einmal um die passende Schuhgröße, sondern um die häufigste, damit die Sneakers als Geldanlage noch mehr im Wert steigen.

Daher gehen richtige Profis gar nicht erst in die Geschäfte, sondern handeln an einem sogenannten „Aktienmarkt für Sneakers“. Wie bei Aktien gilt es dabei, den richtigen Einstiegszeitpunkt zu erwischen. Trägt der Musiker Kanye West beispielsweise bei einem Konzert einen bestimmten Schuh, schnellt der Preis auf den Verkaufsplattformen schlagartig in die Höhe.

Darauf sollten Sie beim Kauf der Sneakers als Geldanlage achten

Doch genauso schnell kann der Preis auch wieder sinken. Schuld daran sind die ständig wechselnden Moden. Nachdem Adidas beispielsweise die Ultra-Boost-Technologie entwickelt hatte, schossen die Preise für die Sneakers in die Höhe. Heutzutage ist die Technologie Standard und der Schuh ist nicht mehr Wert als der damalige Kaufpreis. Wenn Sie Sneakers als Wertanlage kaufen wollen, sollten Sie also ein paar Dinge beachten. Natürlich sollten die Sneakers neu, ungetragen und original verpackt sein, da es sich bei den Schuhen um Sammelobjekte handelt. Da die Schuhe eine begrenzte Lebensdauer haben, sollten Sie die Schuhe, je nach Material, lichtgeschützt, trocken und am besten luftdicht aufbewahren. Eine beliebte Größe trägt zur Wertsteigerung zusätzlich bei. Allerdings ist das Geschäft sehr schnelllebig. Daher ist es schwierig, Sneakers als Geldanlage zu sammeln. Im Gegensatz zu Gold oder anderen Wertanlagen, können Sneakers heute viel Wert, morgen nichts mehr Wert und in zwanzig Jahren vielleicht noch viel mehr Wert sein.

1 Welt zu „437500 Dollar für ein Paar Sportschuhe“ (Stand: 24.07.2019)

Mein Name ist Bechthold Christiane und schreibe leidenschaftlich Fachartikel. In meiner langen Berufslaufbahn kann ich eine 30-jährige Tätigkeit im Medien-, Kredit und medizinischen Bereich vorweisen. Ich überzeuge mit meiner Zuverlässigkeit und Qualität von journalistischen Fachberichten.

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