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Kredit in der Elternzeit – Erhalten Sie mit Elterngeld einen Kredit?

Kredit ín der Elternzeit

Mütter und Väter, die sozialversicherungspflichtig versichert sind, haben gesetzlichen Anspruch auf Elternzeit, nach § 15 Abs. 1 BEEG. Es ist dabei nicht relevant, ob das Arbeitsverhältnis in Vollzeit oder befristet ist. Mit der Elternzeit wird Arbeitnehmern ermöglicht, sich um das Kind zu kümmern. Die Höhe des Elterngeldes richtet sich danach, wie viel Einkommen Sie vor der Geburt des Kindes verdient haben. Wenn Sie also davor wenig verdient haben, kann durchaus ein Kredit in der Elternzeit helfen. Ob Sie einen Kredit während der Elternzeit erhalten, erfahren Sie in diesem Artikel.

Wann erhalten Sie Elterngeld?

Grundsätzlich ist die Beantragung des Elterngeldes von der persönlichen Situation des Elternpaares abhängig. Empfohlen wird, den Antrag zu stellen, wenn das Kind den dritten Monat erreicht hat. Eltern sollten dazu wissen, dass der Staat rückwirkend drei Monate bezahlt. Elterngeld wurde eingeführt, um das Familieneinkommen nach der Geburt des Kindes aufzustocken. Außerdem wird dem Elternpaar die Gelegenheit geboten, sich 14 Monate lang um das Kind zu kümmern, ohne dass Stress durch die Arbeit aufkommt. Mit dem ElterngeldPlus, das seit 2015 gezahlt wird, können 36 Monate über Elterngeld verfügt werden. So können sich Mütter und Väter, ganz auf die neue Situation einstellen und so ihrem Kind die notwendige Aufmerksamkeit schenken. Zudem kann das Elterngeld die Aufgabenverteilung innerhalb der Familie erleichtern.

Das Elterngeld wird aber nicht nur Arbeitnehmern bezahlt, sondern auch:

  • Hausfrauen,
  • Arbeitslosen
  • Studenten

In Ausnahmefällen kann das Geld sogar Verwandten bis zum dritten Grad bezahlt werden.

Allerdings müssen bestimmte Voraussetzungen für die Zahlung des Elterngeldes beachtet werden. So muss das Elternteil seinen Wohnsitz in Deutschland haben. Mit dem Kind wird in einem Haushalt gelebt. Das Kind wird vom Elternteil versorgt und betreut.

Ein kleiner Tipp: Der Elternteil, der das Kind betreuen wird, sollte schnell in die Steuerklasse III wechseln. Dadurch steigt das Nettoeinkommen, das als Grundlage für das Elterngeld dient.

Warum das Elterngeld nicht von Banken als komplettes Einkommen gewertet wird

Gerade in der Elternzeit wird festgestellt, dass einige Anschaffungen notwendig sind. Die Rücklagen sind aufgebraucht, so dass ein Kredit in der Elternzeit sinnvoll sein kann. Allerdings ist ein Kredit mit Elterngeld nicht leicht zu bekommen. Durch die Geburt des Kindes, hat sich das Einkommen verändert und mit ihm die Pfändungsfreigrenze. Oft gibt es nur noch eine Person, die für den Lebensunterhalt sorgt. Das Elterngeld wird nur für einen bestimmten Zeitraum bezahlt. Das Kindergeld kann nicht gepfändet werden. Das Gleiche gilt auch für das Elterngeld, monatlich bis 300€. So wird bei also einem festgelegten Betrag des Elterngeldes beim Kreditantrag nicht berücksichtigt.

Kredit vor der Elternzeit beantragen

Viele Arbeitnehmer entscheiden sich nach der Elternzeit nicht mehr in den Beruf einzusteigen oder nur noch Teilzeit zu arbeiten. Die Folge, das Einkommen verringert sich. Allerdings müssen Sie dies Ihrem derzeitigen Arbeitgeber nicht mitteilen. Wird der Kreditbedarf bereits am Anfang der Schwangerschaft oder währenddessen festgestellt, empfiehlt es sich, den Kredit während dieser Zeit beantragt werden. In dieser Zeit kalkuliert der Kreditgeber noch mit Ihrem vollen Nettoeinkommen. Mit dem höheren Haushaltseinkommen im Vergleich zu den Einnahmen während der Elternzeit wird die Aussicht auf einen Kredit aussichtsreicher. Wer einen Kredit in der Elternzeit vor der Geburt beantragt, der sollte feststellen, dass die künftigen Raten auch bei einem verminderten Einkommen bezahlt werden können.

Welche Möglichkeiten haben Sie, um einen Kredit in der Elternzeit zu erhalten?

Es gibt aber verschiedene Möglichkeiten dennoch einen Kredit mit Elterngeld zu erhalten. Die einfachste Lösung die sich anbietet, ist eine Kreditbürgschaft. So kann ein solventer Bürge oder Mitantragsteller mit einer Bürgschaft die Chancen auf einen Kredit in der Elternzeit deutlich erhöhen. Als Alternative zu einer Bürgschaft kann auch eine Kreditsicherung durch eine Immobilie die Kreditchancen erhöhen.  Aber auch eine Versicherung mit einem entsprechenden Rückkaufswert, kann den Kredit in der Elternzeit in Aussicht stellen.

Können Sie die Kreditrate pausieren?

Viele Kreditgeber werben damit, gerade bei einem Kredit in der Elternzeit verbesserte Konditionen anzubieten. So könnte beispielsweise neben der monatlichen Tilgung der Kreditsumme, auch kostenlose Sonderzahlungen geleistet werden. Damit wäre ein Kredit schneller abbezahlt. Zeigt sich aber nun während der Kreditlaufzeit ein finanzieller Engpass, so sollte vereinbart werden, dass man während der Elternzeit den Kredit aussetzen kann. Wichtig dabei ist, dass man diese Stundung rechtzeitig dem Kreditgeber ankündigt. Bringt das nicht die gewünschte finanzielle Erleichterung, so könnte über eine verlängerte Laufzeit des Kredites nachgedacht werden. Die monatlichen Raten verringern sich dadurch, der Kredit wird aber dadurch insgesamt teurer.

Ist ein Kredit während der Elternzeit möglich?

Ein Kredit in der Elternzeit ist nicht einfach zu bekommen, aber dennoch möglich. Wichtig dabei ist vor allen Dingen ein Einkommen, von dem monatliche Raten bezahlt werden können. Hier hilft oft ein kleiner Haushaltsplan, ob Sie sich den Kredit leisten können. Empfehlenswert ist es außerdem, gerade solange Elternzeit besteht, die Raten klein anzusetzen. Unter Umständen können sie bei späterem Arbeitsbeginn erhöht werden. Auch Kreditsicherheiten erhöhen die Kreditchancen bei einem Kredit mit Elterngeld.

Tipp: Sollte der Kredit eine Laufzeit besitzen, der über Ihre Elternzeit liegt, kann zu einem späteren Zeitpunkt eine Kreditumschuldung sinnvoll sein. Mit einem Einkommen hat der Kreditgeber mehr Spielraum und kann Ihnen bessere Konditionen anbieten.

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