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Schufa Fraudpool – Was ist das und wie damit Betrugsversuche verhindern werden soll!

Schufa Fraudpool

Der Schufa Fraudpool ist eine Datenbank gegen Betrugsversuche. Die Schufa versucht mit dem Fraudpool, gegen Identitätsdiebstahl und Betrugsversuche vorzugehen. Die Zahl von falschen Identitäten oder auch gefälschten Formularen, nimmt immer mehr zu. Kriminelle verschaffen sich Zugang zu Krediten oder auch wirtschaftlichen Vorteilen. Der dadurch entstehende Schaden, wird der Allgemeinheit zugeordnet. Wie aber kann ein Verbraucher einen Identitätsmissbrauch melden?

Was ist der Schufa Fraudpool?

Der Schufa Fraudpool hat sich mit über 106,8 Millionen Anfragen, mehr als 31.000 gemeldeten Betrugsverdachtsfällen und mit fast 109.000 Hinweisen längst etabliert. Dadurch ist eine Plattform entstanden, die dabei hilft, im Kreditwesen den Identitätsbetrug zu vermeiden. Banken können somit registrierte Auffälligkeiten in den Fraudpool einstellen. Damit können Banken sich untereinander vor Personen warnen, die bei Bank A abgelehnt wurden und es bei anderen Kreditinstituten versuchen.1

Wie funktioniert der Schufa Fraudpool?

Mit dem Schufa Fraudpool wird es Banken ermöglicht, den Austausch von Informationen vorzunehmen, um eine Abwehr von betrügerischen Versuchen im Rahmen ihres Vertragspartnernetzwerkes zu unterbinden. So wird Schaden von Kreditinstituten, von Verbrauchern und der Volkswirtschaft im Ganzen abgewendet. Kurz gesagt, es geht um Betrugsprävention. Es ist ein Netzwerk, in dem Betrugsverdachtsfälle gemeldet werden können. Es sollen damit Straftaten und auch deren Wiederholung unterbunden werden. Denn die Kreditwirtschaft hat es mit Betrügern tun, die beispielsweise mit gefälschten Ausweisen und Gehaltsabrechnungen sich einen Kredit verschaffen wollen.

Wie sehen die Herausforderungen bei der Betrugsprävention aus?

Gerade im Zuge der Digitalisierung im Kreditwesen, ist die bestehende Anonymität für Kreditnehmer oft eine Erleichterung. So müssen diese nicht mehr in eine Filiale gehen, sondern können den gesamten Kreditablauf digital erledigen. Dadurch aber, können sich die Betrugsfälle erhöhen.

Welche Informationen speichert der Schufa Fraudpool?

Die Nutzung von gefälschten Ausweispapieren. Vorlegen von gefälschten Formularen, wie etwa Gehaltsabrechnungen, das sind die am meisten angewandten Betrugsszenarien. Wurde man selbst Opfer eines Identitätsdiebstahles, so kann das ebenfalls in den Fraudpool eingetragen werden. Damit werden Banken und Unternehmen geschützt.

Welche Probleme können auftauchen?

Der doch relativ neue Schufa Fraudpool, arbeitet parallel zum klassischen Bonitätsbestand der Schufa. Zutritt dazu haben

  • Kreditinstitute,
  • Kreditkartengesellschaften,
  • Leasinggesellschaften und
  • Finanzierungsinstitute.

Allerdings gibt es immer wieder Einträge in den Pool, ohne dass eine Rechtfertigung vorliegt. Denn die Zahlungskräftigkeit allein genehmigt nicht unbedingt einen Kredit. Der Pool registriert nicht bestätigte Fälle von Betrug oder mangelnder Bonität.
Wer schon einmal einen Kredit beantragt hat, der weiß, dass ohne Sicherheiten dieser nicht genehmigt wird. Sicherheiten sind oftmals Gehaltsnachweise oder andere Kreditsicherheiten wie eine Immobilie. Es gibt keine händische Prüfung, sondern nur ein automatischer Nachweis. Entdeckt das System Auffälligkeiten, wird die Kreditanfrage meistens abgelehnt.
Einträge in den Fraudpool können auch unberechtigt erfolgen. Durch den Eintrag ist die Bonität des Verbrauchers reduziert und ein Kredit wird abgelehnt. Das geschieht, wenn bereits Verdachtsmomente aufgeführt sind, die sich letztlich aber nicht bestätigen.

Fehleintragungen gibt es die wirklich?

Tatsächlich geschieht es ab und an, dass Einträge keine Berechtigung haben. Durch das automatische Prüfsystem, dass ja bei Online-Krediten angewandt wird, kann eine Kreditanfrage vorsichtshalber abgelehnt werden. Verbraucher sollten dann keinen weiteren Kreditantrag stellen, denn der Eintrag ist dann für die angemeldeten Kreditinstitute sichtbar. Aber auch ein Eintrag in der Schufa wird die Kreditgenehmigung verhindern. So ein Eintrag kann entstehen, wenn es beispielsweise zu Kreditausfällen kommt. Kreditnehmer erhalten wegen dieser Fehleintragungen dann meist keinen Kredit mehr. Eventuell könnten sich aber die Kreditchancen erhöhen, wenn Kreditsicherheiten vorgelegt werden. Man denke hier an Verpfändungen von wertigen Gegenständen. Aber auch die Vorlage bzw. Abtretung von Lebensversicherungen mit entsprechendem Rückkaufswert. Wer einen Kredit beantragt, der sollte zuvor eine Selbstauskunft bei der Schufa einholen. Finden sich in dieser Auskunft unberechtigte Schufa-Einträge, so können diese gelöscht werden. Übrigens erhalten Verbraucher einmal im Jahr eine kostenlose Selbstauskunft.

Welche Ziele verfolgt die Schufa damit?

Das Ziel der Schufa ist es, die Vertragspartner zu schützen. Zudem werden Verbraucher vor einer Überschuldung geschützt. Die Daten mit denen die Schufa arbeitet, kommen beispielsweise von öffentlichen Behörden wie etwa das Schuldnerverzeichnis, welches bei den Amtsgerichten ausliegt. Kreditnehmer müssen ihr Einverständnis erteilen, damit der Kreditgeber die Schufa einsehen kann. Neben dem Namen, dem Geburtsdatum und der Adresse wird der Schufa-Score ermittelt. Dieser Wert zeigt dem Kreditgeber die Wahrscheinlichkeit eines Kreditausfalles. Ebenfalls werden Forderungen eingetragen, die bereits angemahnt wurden. Ebenso der Missbrauch von Kreditkarten. Aus öffentlichen Verzeichnissen sind die Abgabe der Eidesstattlichen Versicherung sichtbar. Das ist nur ein Teil der Daten, die in der Schufa stehen.

Schutz von Datenmissbrauch

Ein Eintrag im Schufa Fraudpool, dass der Verbraucher Opfer eines Identitätsdiebstahles geworden ist, kann keinen Einfluss auf die Bonitäts- bzw. Schufa-Scoreberechnung haben. Durch die Prüfung der Bank wird ein Opfer von Identitätsbetrug im Schufa Fraudpool registriert und steht somit unter dem Schutz von Datenmissbrauch. So werden auffällige Sachverhalte auf eine Plattform integriert und bieten somit einen höheren Schutz vor Betrug. Der Schufa Fraudpool genügt den Anforderungen bezüglich Datenschutz.

Mehr Informationen dazu finden Sie auf der offiziellen Seite von der SCHUFA

Mein Name ist Bechthold Christiane und schreibe leidenschaftlich Fachartikel. In meiner langen Berufslaufbahn kann ich eine 30-jährige Tätigkeit im Medien-, Kredit und medizinischen Bereich vorweisen. Ich überzeuge mit meiner Zuverlässigkeit und Qualität von jounalistischen Fachberichten.

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